"Nennen wir ihn Anna"

 „Nennen wir ihn Anna

 

 

NennenwirihnAnna h 101Was:

Das Jugendtheaterstück „Nennen wir ihn Anna“ - Alle gegen einen -  nach dem gleichnamigen Jugendbuch von Peter Pohl richtet sich an alle sechsten Klassen und wird seit einigen Jahren in der Turnhalle der Martin-Buber-Schule aufgeführt. Das renommierte Kinder- und Jugendtheater aus Frankfurt, welches sich aus jungen Schauspielern zusammensetzt, spielt das Stück für ca. 220 Schülerinnen und Schüler.

 

Veranstalter:

Es ist eine Kooperationsveranstaltung der Martin-Buber-Schule und der Schulsozialarbeit des Kreises Groß-Gerau, welches durch das Ministerium für Wissenschaft und Kunst des Landes Hessen gefördert wird.

 

Warum:

Zur Sensibilisierung für das Thema Mobbing wird den Schülerinnen und Schülern der Schule dieses Jugendtheaterstück angeboten.

Das Stück ist ein Beitrag zur Gewaltprävention und ergänzt die bereits bestehenden Angebote  (z. B. Soziales Lernen, Klassenrat, Einzelfallberatung), die die Schulsozialarbeit in Zusammenarbeit mit den Klassenlehrkräften umsetzt.

Weiterhin bietet es den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, mit Theater in Kontakt zu kommen. Sie nehmen Theater als spannendes Medium wahr, in dem die eigenen Geschichten bzw. jugendrelevante Themen abgehandelt werden.

 

 

Fotografin: Katrin Schander

 

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Informationen zum Stück:

"Wer später ankommt, muss auf die Blicke der anderen achten. Der muss ein Löwe sein. Bist du ein Löwe?"

 

Es ist Sommer, Anders Rose kommt als letzter ins Feriencamp und sein Name ist Programm: er ist anders. Ein bisschen krank und klein und nicht gerade der kräftige Torwart, den sich seine Kumpels gewünscht haben. Natürlich ist die Rangordnung schon bestimmt. Und so ist allen klar: Anders wird zu Anna - und Mädchen sind sowieso das Letzte. Anna wird gepiesackt und er wehrt sich nicht. Nur Micke, der achtzehnjährige Trainingsleiter, stellt sich neben ihn. Anna erklärt Micke zu seinem Freund. Doch als Anna nach den Ferien wieder in seine Schule kommt, gehen die Quälereien weiter und das Verhängnis nimmt seinen Lauf.

Eindrücklich wird gezeigt, wie Mobbing entstehen kann: Wie jemand ganz schnell zum Außenseiter gemacht wird, wie die Clique sich zusammenschließt, wie die Quälereien sich steigern. Alle sind auf verschiedenste Art am Prozess beteiligt: Es gibt den brutalen Täter einerseits, aber auch die Mitläufer, die sich nicht trauen im richtigen Moment zu widersprechen, weil sie Angst haben, selber zum Opfer zu werden. Hätte der ältere Freund eingreifen können?

Dann gibt es noch die Erwachsenen, die auf unterschiedliche Weise versagen. "Nennen wir ihn Anna" ist ein Theaterstück, das die Zuschauer zur Stellungnahme auffordert, es geht unter die Haut und schärft den Blick für die Täter, die Opfer und für die anderen, die nur zuschauen.

Hier bezieht das Theaterstück Stellung und regt zum Nachdenken und zum Gespräch an.

 

                                                                                                                                                                                                - A. Weinreich -

 

 

Kommentar

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